Faltbare Smartphones kosten derzeit noch über 2000 Franken. Doch Analysten zufolge plant Samsung für das kommende Frühjahr ein neues Klappgerät zum Preis von üblichen Smartphones.

Mit seinem Galaxy Fold gilt Hersteller Samsung als Pionier im Bereich faltbarer Smartphones. Kommendes Jahr könnte der Konzern sogar zwei neue faltbare Handys vorstellen. So berichtet die Zeitung «Koreaherold» unter Berufung auf Aussagen von Insidern.

Bei einem Gerät soll es sich um ein neues Modell des Galaxy Fold handeln. Das andere Gerät soll aber den Klapphandys ähneln, die Mitte der 2000er-Jahre populär waren: Anstatt das Smartphone – wie das Fold oder Huawei Mate X – zu einem kleinen Tablet aufzufalten, soll das Gerät durch das Zusammenklappen kleiner werden und besser in die Tasche passen.

Bereits auf seiner Entwicklerkonferenz Ende Oktober sprach Samsung von einem zusammenklappbaren Smartphone-Konzept. Konkurrent Motorola präsentierte wenigen Wochen später dann das Motorla Razr. Ein Kritikpunkt am neuen Razr ist der Preis. Rund 1’600 Franken soll es kosten, wenn es im kommenden Jahr auch hierzulande auf den Markt kommt. Samsungs Klapp-Konkurrent soll laut Informationen eines Tech-Analysten deutlich günstiger sein: etwa 845 Dollar (umgerechnet 835 Franken), so Choi Bo-young gegenüber «Korea Herold».

Details zum Klapp-Phone
Experten erwarten, dass Samsung sein klappbares Smartphone im Februar 2020 vorstellen wird, möglicherweise während des Mobile World Congress. Wie «Bloomberg» Anfang September mit Berufung auf Insider berichtete, soll das das Display des Geräts etwa 6.67 Zoll gross sein. Am Design des faltbaren Smartphones soll Modedesigner Thom Browne beteiligt sein. Samsung möchte laut «Bloomberg» einen «grösseren Kundenkreis ansprechen – auch jene, die sich für Mode, Status und Luxus interessieren». Die Kamera des Klapp-Phones soll in einem Loch auf der oberen Seite verbaut sein. Auf der Aussenseite sollen sich zwei Kameras befinden. 

Xiaomi und LG arbeiten auch an Falt-Phones
Auch der südkoreanische Konkurrent LG soll laut «Koreaheald» an einem faltbaren Smartphone arbeiten. Bisher hat der Konzern mit dem LG G8X ThinQ ein Gerät mit zwei Bildschirmen vorgestellt. Daneben plant auch Xiaomi in Falt-Phone. Wie sich der Markt für faltbare Smartphones in Zukunft entwickeln wird, ist unsicher. Samsung selbst soll bisher etwa 500’000 faltbare Smartphones verkauft haben. Laut dem Analysten Choi Bo-young plane Samsung bis 2021 etwa 20 Millionen Geräte zu verkaufen. (pd)

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