Die Standorte der Ladestationen in Liechtenstein.
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MobilitätElektroautos, E-Roller oder auch E-Bikes sind auf liechtensteinischen Strassen vermehrt zu sehen. Bis auf Nendeln sind in allen Gemeinden Ladeinfrastrukturen eingerichtet. Konkrete Zahlen gibt es nur aus Vaduz.

Die E-Fahrzeuge sind dank neuster Technologien und günstigerer Batterien alltagstauglich geworden, und damit ist davon auszugehen, dass die Elektromobilität über die kommenden Jahre rasch zunehmen wird. Damit steigt auch die Nachfrage nach öffentlicher, betrieblicher und privater Ladeinfrastruktur, wie es im Jahresbericht der Liechtensteinischen Kraftwerke (LKW) geschrieben steht. Deswegen hat sich das Energieversorgungsunternehmen dazu entschieden, im ganzen Land eine engmaschige Ladeinfrastruktur auszubauen.

In den Gemeinden Vaduz, Schaan, Gamprin und Balzers wurden sogenannte Schnellladesäulen errichtet, bei denen die Elektrofahrzeuge rasch aufgeladen werden können. Zudem wurden flächendeckend kleinere Ladestationen installiert. Die jüngste in Triesenberg, wie Fabienne Lemaire, Marketing- und Kommunikationsleiterin der LKW, erklärt: «Die Ladestation mit einer Leistung von 22 kW in Triesenberg ist seit zwei Wochen in der Parkgarage Dorfzentrum öffentlich zugänglich». Konkrete Pläne, eine weitere auch in Malbun zu errichten, gäbe es nicht. Die Entscheidung über den Standort werde im Laufe des Jahres getroffen, so Lemaire. Wie auf dem Standortplan der Landestationen im Land ersichtlich ist, existiert in Nendeln bisher keine Möglichkeit, Strom zu «tanken». «Dort ist zurzeit ­keine Ladestation geplant. Die nächstgelegene Ladestation befindet sich in Eschen», so Lemaire.

Auswertung nur von der meistgenutzten Station

Neben den öffentlichen Ladesäulen in den verschiedenen Gemeinden setzen die LKW auch auf Ladestationen bei Betrieben und Einkaufszentren. Aber: «Die meisten Besitzer eines Elektrofahrzeugs installieren eine private Ladesäule zu Hause, da dies eine bequeme Lösung ist», erklärt Lemaire. Konkrete Nutzungszahlen haben die LKW von der am besten genutzten Ladestation: die bei der Marktplatzgarage. «Dort hatten wir vergangenes Jahr 646 Ladevorgänge. Das entspricht 8,7 Megawattstundem und einer Dauer von 31 691 Minuten.» Zu den anderen Stationen haben die LKW momentan keine Auswertung.

Die öffentlichen Ladepunkte der LKW erscheinen auf den Apps der Elektromobilitätsserviceprovider und sind in einem europäischen Verbund mit rund 50 000 weiteren Ladepunkten zusammengefasst.

Elektroantrieb 2018 im Ländervergleich

Norwegen hat in Europa den mit Abstand höchsten Marktanteil bei Elektroautos. Dies weil in Norwegen Elektrofahrzeuge durch Vergünstigungen in diversen Bereichen massiv gefördert werden. Beispielsweise wurden 2018 auf Elektroautos keine Mehrwertsteuer und niedrigere Motorfahrzeugsteuern bezahlt. Wie eine Auswertung der «European Alternative Fuels Obser­vatory» zeigt, hatte Norwegen vergangenes Jahrt 31 Prozent Marktanteil von Personenwagen mit Elektroantrieb. Die Schweiz 1,7 Prozent und Liechtenstein 1,5 Prozent. (nb)

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