Präsentierten gestern die Liecoin: Matthias Maierhofer vom Partner FL1, Alessio Haas und Mario Zandanell von der Wirtschaftskammer, Wirtschaftsminister Daniel Risch und Jürgen Nigg, ebenfalls von der Wirtschaftskammer.
WERBUNG

LiecoinWer noch seine blau-rote Sammelkarte im Portemonnaie hat, muss sie ab heute nicht mehr mit sich rumtragen. Ab sofort funktioniert das Sammeln mittels Smartphone. Dazu gibt es auch einige neue Funktionen für Kunden und Händler.

Wer beim Einkaufen mit der Liecard seine Treuepunkte sammeln möchte, kommt mit der klassischen blau-roten Karte nicht mehr weit. Denn die Wirtschaftskammer, welche für die Liecard verantwortlich war, hat gestern auf die App-Lösung Liecoin umgestellt. Ab heute wird also nicht mehr die Karte gezückt, sondern das Smartphone. «Wir digitalisieren den Handel», erklärte Jürgen Nigg, Geschäftsführer der Wirtschaftskammer Liechtenstein, an der gestrigen Pressekonferenz. Nach rund 1,5 Jahren Projektphase sei man nun sehr glücklich, der Bevölkerung diese Neuerung zu präsentieren. Derzeit sind rund 70 Geschäfte mit von der Partie. Bis Ende Jahr sollen es bereits 100 sein, wie Nigg erklärte.

App herunterladen und immer live die Punkte sehen

«Alle Punkte, die man noch auf der alten Karte hat, werden selbstverständlich auf das neue System übertragen», erklärt Projektleiter Alessio Haas. Dazu muss man zuerst die App «Liecoin» herunterladen. Bei der Registrierung kann man seine alte Kundennummer der Liecard angeben. Anschliessend werden die bestehenden Punkte auf die App transferiert.

«Ein grosser Vorteil für Kunden der App ist sicher, dass man immer die aktuelle Punkteübersicht in der Tasche hat», so Haas. Für Händler hingegen sei es ein Vorteil, dass man Aktionen und Angebote flexibler gestalten könne. Habe ein Händler am Dienstagnachmittag wenig Kundschaft, könne er beispielsweise bei einem Einkauf zehnmal mehr Punkte anbieten – und so Kunden in den Laden locken. Die Kundschaft wiederum profitiere von mehr Treuepunkten, die dann wiederum als bares Geld eingesetzt werden können. Wer aber lieber nach wie vor eine Karte der App bevorzuge, könne eine solche bei der Wirtschaftskammer beantragen. Wirtschaftsminister Daniel Risch, dessen Ministerium in der Ausarbeitung ebenfalls eingebunden war, fasste zusammen: «Es war noch nie so einfach, den lokalen Handel zu unterstützen.»

Doch noch ist die Liecoin nicht überall einsetzbar, zum Beispiel beim Online-Shopping. Man arbeite daran, heisst es vonseiten der Wirtschaftskammer. Auch wolle man das Sammeln von Treuepunkten beim Bezahlen per Rechnung möglich machen. Genauso gut kann sich Nigg die Liecoin als Nachfolger für die Lunch-Check vorstellen. Doch hier sei noch nichts spruchreich. «Wir haben noch viele Ideen», verspricht Jürgen Nigg. (ags)

WERBUNG

Kommentieren Sie den Artikel

Geben Sie hier bitte Ihren Kommentar ein
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein