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Die digitale Transformation ist in vollem Gang. Jeder Bereich, ob in der Wirtschaft oder ­der Gesellschaft, wird in und nach 2019 einen digitalen Wandel erleben. Für Nicole Cadonau, IT-Projektmanagerin bei der Vaduzer Medienhaus AG, gibt es dabei nicht den einen Trend. Sie sieht aber sieben Themenbereiche, welche in diesem Jahr dominieren werden.

Nicole Cadonau ist seit September 2018 IT-Projektmanagerin bei der Vaduzer Medienhaus AG. Sie ist dabei zuständig für die Betreuung und Weiterentwicklung sämtlicher IT- und Webprojekte im Medienhaus. Die 33-jährige Bündnerin war vor ihrem Start beim Medienhaus für die Umsetzung von verschiedenen Projekten in den Bereichen Automation, Big Data/Analytics und Digital Banking Plattformen verantwortlich. Die neue Tätigkeit ist für «Miss Task» – wie sie im Medienhaus liebevoll genannt wird – «eine herausfordernde und spannende Aufgabe mit grosser Verantwortung und Gestaltungsspielraum im vielseitigen Medienbereich».

«Den einen Trend gibt es nicht»

Angesprochen auf die digitalen Trends 2019, sagt Nicole Cadonau bestimmt: «Den einen Trend gibt es nicht.» Die digitale Transformation verändere jede Branche und auch die Gesellschaft. «Mit dem wachsenden Einsatz von künstlicher Intelligenz verändert sich alles um uns herum. ­Unsere smarten Geräte besitzen schon oft eine eigene Intelligenz. Bevor wir es überhaupt ­wissen, macht das moderne, digitale Alltagshelferlein uns einen Vorschlag, etwas noch besser oder ­anders tun zu können», so Cadonau. Deshalb ist für sie auch die künstliche Intelligenz kein eigentlicher Trend mehr. «Sie wird sich einfach noch massiv weiterentwickeln», sagt sie.

Neue Kundenbedürfnisse entstehen

Für Nicole Cadonau ist diese Entwicklung kein Horrorszenario. Im Gegenteil. «Dies wird ein fliessender Prozess sein. Neue Möglichkeiten oder sogenannte Trends – zum Teil auch Gadgets – schaffen neueKundenbedürfnisse. Es sind nicht unsere Bedürfnisse, sondern Trends welche uns dazu leiten, was wir möchten», so die IT-Spezialistin.

Sie sieht für 2019 aber sieben Themenbereiche, welche die öffentliche Diskussion prägen werden. Sie geht etwa davon aus, dass sich das digitale Bezahlen mit dem Smartphone oder der Smartwatch auch in Liechtenstein und der Schweiz durchsetzen wird. «Auch die Sprachsteuerung wird sich weiter verbessern und zu einer echten Alternative zur bisherigen Touch-Technologie», ist Nicole Cadonau überzeugt. Aus diesem Grund wird aus ihrer Sicht auch der Einsatz von Chatbots für weitere Anwendungsbereiche ein Thema.

In der Realität wird dies heissen, dass wir im Alltag immer öfter von einem Roboter bedient bzw. beraten werden. Sowohl die Sprachsteuerung, wie auch Chatbots werden uns auch immer stärker im Auto begegnen. Für Nicole Cadonau steht fest, dass die Elektromobilität weiterhin ein grosses Thema bleibt: «Die stark sinkende Preisentwicklung der Batterien dürfte den Markt der E-Fahrzeuge noch attraktiver werden lassen. Wir dürfen gespannt sein, was bei diesem schnell wachsenden und sich ausbreitenden Trend noch alles kommen wird.» Auch bei der Rechenleistung der Computerchips sieht sie das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Dadurch wird auch die Verarbeitung von grossen Datenmengen vereinfacht. «In diesem Jahr werden immer mehr Unternehmen in das Potenzial dieser Datenmenge investieren. Mithilfe von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen werden die Daten für das Unternehmen skaliert und ausgewertet», so Nicole Cadonau.

Digitale Ethikfragen

Diese Verarbeitung, vor allem wenn es um persönliche Daten geht, sieht auch sie nicht völlig unproblematisch. Für sie ist zwar klar, dass viele gewünschte Annehmlichkeiten für den Nutzer ohne diese Daten gar nicht möglich sind, aber sie sieht Diskussionsbedarf. «Ich denke, dass es gut ist, wenn wir uns in diesem Jahr auch vermehrt mit digitaler Ethik beschäftigen», sagt Cadonau. Dass sie dabei nicht an das «Bürokratiemonster» namens Datenschutzgrundverordnung denkt, ist selbstredend. «Für die digitale Transformation, braucht es andere Ansätze», so die IT-Projektleiterin. (sap)


Digitale Ethik

Den meisten Nutzern von smarten Geräten ist nicht bewusst, welche riesigen Mengen an persönlichen Daten durch die Nutzung gesammelt werden: Adressdaten, Konsumverhalten, Positionen, Gesundheitszustand, Sport und Aktivitäten etc. Diese Informationen werden oft nicht nur lokal auf dem persönlichen Gerät gespeichert, sondern wandern ohne unser Wissen in die Cloud. Das mag zwar praktisch sein, macht es für die Hersteller einfacher, unsere Informationen auszuwerten und weiter zu verwenden. Wer bestimmt zu welchem Zeitpunkt, was mit den von mir generierten Daten passiert? Darf ein Hersteller diese ohne mein wissentliches Einverständnis nutzen oder gar weitergeben? Wir müssen uns im Jahr 2019 vermehrt mit diesen ethischen Fragen auseinandersetzen.

Digitales Bezahlen

Was in anderen Ländern nicht mehr wegzudenken ist, wird bei uns jetzt zum täglichen Standard. Im Alltag gibt es immer mehr Möglichkeiten, auch kleine Beträge einfach, schnell und sicher digital zu bezahlen. Was aktuell noch meist mit der Karte geschieht, wird künftig dank digitalen Bezahldiensten mit dem Smart­phone oder Smartwatch erledigt. Dabei übernimmt unser digitaler Begleiter eine weitere, prominente Funktion in unserem Leben.

Sprachsteuerung

Die Benutzereingabe wurde vor Jahren durch die Touch-Technologie perfektioniert. Lange hat sich nichts verändert, es scheint die perfekte Lösung zu sein, etwas zu steuern oder einem Gerät Befehle zu erteilen. Die Sprachsteuerung soll diese nun ergänzen und zu einer noch einfacheren, benutzerfreundlichen Handhabung führen. Die Suche über digitale Spracheingabe-Assistenten wie Siri, Google und Alexa sind mittlerweile im Alltag angekommen. Der Einsatzbereich durch immer mehr Gadgets mit Spracherkennung und Sprachsteuerung mit künstlicher Intelligenz wird zunehmen und eine zentrale Rolle in unserem Alltag übernehmen. Wir werden mehr Auswahlmöglichkeiten haben, Dinge einfacher und schneller zu erledigen.

Datenmenge – ­maschinelles Lernen

Mit dem Einsatz von smarten Geräten und den technologischen Trends generieren wir immer mehr Daten. Die riesigen Datenmengen können mithilfe von Algorithmen analysiert werden, um entsprechende Muster und Regelmässigkeiten zu erkennen. Daraus resultieren mögliche Lösungen von Problemen oder können Entscheidungsgrundlage über Dienstleistungsangebote, Produkte, Mitarbeiter, Strategie und weiteres sein. Obwohl wir in der Vergangenheit schon riesige Datenmengen generiert haben, wird die Anzahl in Zukunft noch viel stärker zunehmen. In diesem Jahr werden immer mehr Unternehmen in das Potenzial dieser Datenmenge investieren. Mithilfe von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen werden die Daten für das Unternehmen skaliert und ausgewertet.

Chatbot – der virtuelle Berater

Chatbot (kurz Bot) ist ein Dialogsystem, ein sogenannter Online-Kundendienst. Wir stellen unsere Frage in einem Chat und bekommen sofort unsere Antworten. Wir führen also eine virtuelle Konversation mit einem Roboter, der Aufgaben oder Fragen beantworten kann. Die Roboter bauen auf künstlicher Intelligenz auf, welche nach Regeln und verschiedenen Parametern funktioniert. Service Bots wurden letztes Jahr bereits oft in der Kundenkommunikation von Unternehmen für Serviceanfragen eingesetzt. Die steigende Akzeptanz und der einfache Einsatz der Technologie sorgen dafür, dass Bots auch dieses Jahr auf dem Vormarsch sind. Weiterentwicklungen in Richtung natürliche Sprachverarbeitung und Stimmungsanalysen gehen bei der Verwendung der virtuellen Assistenten weiter. Wir werden in naher Zukunft vermehrten ihren Einsatz in unterschiedlichen Dienstleistungsbereichen antreffen.

Kleiner, effizienter und schneller

Sie sollen nicht nur viel Rechenleistung bieten, sondern auch kleiner werden und dabei weniger Strom verbrauchen. Klingt nach einer Traumvorstellung, ist es aber nicht: Die Chip-Hersteller können auf kleinerem Raum mehr Rechenleistung generieren – den immer moderner werdenden Fertigungsverfahren sei Dank. Es profitieren alle davon und machen die digitale Transformation erst möglich: Smartphones liefern noch mehr Leistung bei weniger Akkuverbrauch. Notebooks werden zu Ultrabooks, Computer werden immer kleiner und schneller.

E-Mobilität

Das Energiekonzept der Zukunft ist ohne Elektromobilität nicht mehr denkbar. Ansätze, wie man weniger schädliche Abgase produzieren kann, liegen in der Art und Weise, wie wir uns fortbewegen. Strom als alternative Energie zu Brennstoff setzt sich in verschiedenen Bereichen durch. War ein E-Bike vor kurzem noch etwas Spezielles, ist es heute Standard. Auch Elektro- und Hybridautos werden immer häufiger im Alltag angetroffen. Der Trend der Elektromobilität wird vom parallelen Aufbau der Lade­infrastrukturen begleitet, sei es an den öffentlichen Ladestationen, zu Hause oder bei der Arbeit. Die stark sinkende Preisentwicklung der Batterien dürfte den Markt der E-Fahrzeuge zudem noch attraktiver werden lassen. Wir dürfen gespannt sein, was bei diesem schnell wachsenden und sich ausbreiteten Trend noch alles kommen wird.

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