WERBUNG

79 Prozent aller weltweit betriebenen Websites verwenden die Skriptsprache PHP, knapp 58 Prozent setzen dabei noch Version 5 ein. Deren Support wurde zum Jahresende 2018 eingestellt. Unser Beitrag erläutert, was das für Webseiten-Betreiber bedeutet und was jetzt zu tun ist.

Wenn Sie Ihre Website mit Content-Management-Systemen (CMS) wie TYPO3, WordPress, Joomla!, Contao oder Drupal betreiben oder für Ihren Online-Shop Magento, Shop­ware, xt:Commerce oder andere E-Commerce-Lösungen einsetzen, dann sollten Sie sich unbedingt mit dem Thema PHP-Update befassen. Denn seit Dezember 2018 gibt es für PHP 5 keinerlei Updates mehr, obwohl noch zahlreiche Webauftritte diese Version nutzen.

Meistverbreitete Skriptsprache der Welt

PHP ist eine Skriptsprache, die 1995 vom dänischen Programmierer Rasmus Lerdorf entwickelt wurde und sich in der Folgezeit rasch als Standard bei der Entwicklung dynamischer Webseiten und webbasierter Applikationen eta­blierte. Heute verwenden nach Angaben von W3Techs 78,9 Prozent aller Webseiten PHP. Regelmässig werden neue Versionen veröffentlicht, die deutlich leistungsfähiger sind als ihre Vorgänger. Gleichzeitig werden bei jedem Release gefährliche Sicherheitslücken geschlossen.

PHP 7 ist der neue Standard

In grösseren Abständen erfolgen sogenannte Major Releases, die grundlegende Neuerungen enthalten. So wurde 2004 die PHP-Version 5 veröffentlicht. Deren direkte Nachfolge trat 2017 PHP 7 an – Version 6 wurde nach Problemen bei der Entwicklung einfach übersprungen. Die aktuellste Version ist PHP 7.3, die seit Dezember 2018 auf dem Markt ist. Gegenüber PHP 5 zeichnet sich PHP 7 vor allem durch eine deutlich höhere Effizienz und eine um bis zu 30 Prozent geringe Ausführungszeit aus. Nicht wenige Experten sprechen von einem Quantensprung in Sachen Geschwindigkeit. Zudem benötigt die neue Engine deutlich weniger Speicherplatz als die bisherige.

Gefährliche Sicherheitslücken

Für Version 5 gibt es seit Ende 2018 hingegen keine Sicherheitsupdates mehr. Die einzige Lösung ist daher ein zügiges Update auf PHP 7. Ansonsten kann es sein, dass Ihre Website nicht mehr richtig funktioniert, was zu Umsatzeinbussen und Reputationsverlusten führen kann. Zudem können entstehende Sicherheitslücken in Online-Shops von Hackern dazu missbraucht werden, um Konten- und Kreditkartendaten zu erbeuten. Falscher Aktionismus ist dennoch fehl am Platz. Wenn Sie Ihre Website noch auf Basis von PHP 5 betreiben, sollten Sie ein Update überlegt angehen.

In vier Schritten zum PHP-Update

Schritt 1: Bringen Sie in Erfahrung, welche PHP-Version bei Ihrer Website im Einsatz ist. Diese Informationen finden Sie entweder im Service- bzw. Kundenbereich Ihres Providers oder Sie erfragen diese telefonisch oder per E-Mail.

Schritt 2: Anschliessend sollten Sie unbedingt abklären, ob das von Ihnen verwendete CMS bzw. Ihre Online-Shop-Software mit PHP 7 kompatibel ist. Wenn dies der Fall ist, können Sie getrost auf PHP 7 updaten. Updatefähig sind TYPO3 ab Version 7 (2014), WordPress ab Version 4.9 (2017), Contao ab Version 3.5.5 (2015), Joomla! ab Version 4 (2017) und die Shop-Software Magento ab Version 1 (2008). Ist Ihre Software hingegen älter, werden Sie wohl um einen vollständigen Website-Relaunch nicht umhinkommen.

Update mit ein paar Klicks

Schritt 3: Nun steht das Update auf PHP 7 an, entweder auf Version 7.2 oder 7.3. Für das Update braucht es normalerweise nicht mehr als ein, zwei Mausklicks im Service- oder Kundenbereich des Providers.

Schritt 4: Nach dem PHP-Update sollten Sie überprüfen, ob noch alle Erweiterungen und Plugins funktionieren, wie etwa Kontaktformulare oder Fotogalerien. Funktionieren diese nicht mehr korrekt, dann müssen sie ebenfalls upgedatet werden. Sind keine entsprechenden Updates erhältlich, dann müssen Sie nach alternativen Lösungen suchen. Ein PHP-Update sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Sonst drohen erhebliche Sicherheitsrisiken und Gefahren. Wer die Risiken minimieren will, sollte auf die professionelle Unterstützung einer erfahrenen Webagentur setzen.


Der Autor: Andreas Thurnheer-Meier

Der Kommunika­tionsdesigner leitet die Ruggeller ­Webagentur Iresults GmbH, die sich mit der Entwicklung von Websites, ­Online-Shops und Webapplikationen auf Basis von Open-Source-Technologien wie TYPO3 und Magento einen Namen gemacht hat. Er berät Unternehmen und Organisationen zum Thema PHP-Update. www.iresults.li

WERBUNG

Kommentieren Sie den Artikel

Geben Sie hier bitte Ihren Kommentar ein
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein