Beat Oehri, Daniel Kohler und Tim Stockschläger stellten gestern das neu gegründete Unternehmen edeXa AG vor.
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Die edeXa AG, eine neu gegründete Tochterfirma der io-market AG, will mit Hilfe der Blockchain-Technologie ihren Kunden ermöglichen, reale Geschäfte über das edeXa-Netzwerk abzuwickeln. Finanziert werden soll die Firma durch Security Token Sale.

Es war in diesem Jahr ein grosses Thema in Liechtenstein: «Blockchain.» Das Land entwickelt sich zurzeit als Krypto- und Blockchain-Standort und nimmt mit einem eigenen geplanten Blockchain-Gesetz eine Vorreiterrolle ein. Daher wurde «Blockchain-Euphorie» auch wenig überraschend zum Wort des Jahres gewählt. Die verschlüsselten Datenbanken stehen auch für Geschäftsmodelle der Zukunft. Ein solches wird derweil gerade in Vaduz von io-market entwickelt, wofür man die Tochterfirma «edeXa AG» gegründet hat.

«Die Abläufe digitalisieren und beschleunigen»

Die Firma io-market mit Sitz in Vaduz will mit der Gründung der edeXa AG den nächsten Schritt machen, denn die Software-Löungen sollen zukünftig mit der Blockchain-Technologie verknüpft werden. «Wir haben uns gefragt, ob es möglich ist, diese Technologie für unser Unternehmen zu nutzen. Blockchain ist dafür sehr gut geeignet, denn dadurch kann man die Abläufe einerseits digitalisieren und andererseits beschleunigen», erklärte Geschäftsführer Daniel Kohler anlässlich der gestrigen Pressekonferenz, bei der die neue edeXa AG vorgestellt wurde.

Doch was heisst das genau? Bereits heute können internationale Konzerne mit dem System von io-market beispielsweise ihre Rechnungen, Lieferscheine oder auch firmeninterne Informationen weltweit an ihre Kunden verschicken. Mit Hilfe der Blockchain-Technologie sollen nun aber auch reale Geschäfte abgewickelt werden können. Das heisst also, dass zukünftig Bestellungen, Rechnungen oder auch Mitteilungen über das Netzwerk von edeXa ausgetauscht werden können. Das hat viele Vorteile, denn so müssen zum Beispiel Rechnungen nicht mehr ausgedruckt werden, was das Ganze viel effizienter und umweltschonender macht. Ausserdem können die elektronischen Rechnungen fälschungssicher abgelegt werden, denn die Manipulationen von Dokumenten werden von den Servern sofort erkannt und verhindert. Somit ist ein nachträglicher Eingriff in die Dokumente nicht mehr möglich.

Finanzierung mit Security Token

Sale Aber warum muss io-market für diesen Schritt eine Tochterfirma gründen? «Ganz einfach: Die Produkte von edeXa sollen für alle anwendbar sein, auch für die Konkurrenten von io-market. Daher wollten wir ein eigenständiges Unternehmen haben. Der andere Grund war die Finanzierung», sagt Kohler. Bei der Finanzierung haben sich die Verantwortlichen entschlossen, den Aktienverkauf über den neuen, fortschrittlichen Weg eines Security Token Sale abzuwickeln. Der Vorteil dieser Security Token ist, dass dies eine Form von tatsächlich hinterlegten «Aktien» der edeXa AG sind, die einfach in Token umgewandelt wurden. Diese Umwandlung soll später den liquiden Handel erleichtern. Ausserdem kann man dadurch auch auf die vergleichsweise teuren klassischen Börsenplätze verzichten.

Der Haken an diesem Security Token ist jedoch, dass man sie momentan noch nicht handeln kann beziehungsweise man kann sie handeln, aber es gibt noch keine Handelsplätze dafür. «Man müsste sich einfach am Stammtisch treffen, um im Moment mit diesen Token zu handeln.» Prognosen zufolge sollen solche Handelsplätze in naher Zukunft in Liechtenstein entstehen und dann wäre der Handel möglich.

Begleitet wird der Security Token Sale von der Liechtensteinischen Landesbank, welche diese Dienstleistung nur einer kleinen Anzahl ausgewählter Kunden zur Verfügung stellt. In einer ersten Phase will edeXa 20 Millionen Token im Wert von fünf Millionen Euro verkaufen. (rb)

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