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Das Smartphone wird immer weniger zum Telefonieren genutzt. Über alle Generationen hinweg wird es hauptsächlich zum Schreiben und Lesen von Nachrichten verwendet. Dies geht aus der neuesten Ausgabe des «Media Use Index» hervor.

Als 1987 in der Schweiz das Autotelefonnetz «Natel C» eingeführt wurde, war dies revolutionär. Damit war es erstmals flächendeckend möglich, im Auto zu telefonieren. Wirklich mobil wurden die Telefone aber erst 1992 mit dem Standard «Natel D». Die nächste Entwicklung kam 1995 mit der Möglichkeit zum Versenden von SMS. Doch im Zentrum blieb das Telefonieren.

Gut 20 Jahre später ist der ursprüngliche Verwendungszweck zur Nebensache geworden. Bei den 14- bis 29-Jährigen kommt das Telefonieren mit dem Smartphone nicht einmal mehr in die wöchentlichen Top-5-Aktivitäten mit dem Gerät. Dies geht aus der neuesten Ausgabe des «Media Use Index» hervor, welcher seit 10 Jahren von der Y & R Group Switzerland publiziert wird. Die Studie zeigt, wie die Digitalisierung voranschreitet und das Mediennutzungsverhalten der Schweizerinnen und Schweizer verändert. Die beliebteste Aktivität auf dem Smartphone bleibt bei allen Generationen das Schreiben und Lesen von Nachrichten via Whats-App, iMessage und ähnlichen Diensten. Auch der Anteil jener Personen, die via Smartphone-Browser ins Internet gelangen, steigt seit 10 Jahren kontiunierlich an.

Facebook-Konzern dominiert

Der Einfluss des Facebook-Konzerns zeigt sich eindrücklich anhand der Lieblingsapps der Schweizer Bevölkerung. Die ersten drei Ränge belegen WhatsApp, Facebook und Instagram, die alle zum gleichen Mutterhaus gehören. Dabei verliert Facebook gegenüber Instagram weiter an Boden. Für Digital Natives ist neben Instagram nun auch Snapchat wichtiger als Facebook. Nachdem letztes Jahr Facebook bereits von Instagram verdrängt wurde, positioniert sich nun auch Snapchat vor Facebook. WhatsApp spielt aber weiterhin in einer eigenen Liga und bleibt ungefährdet die wichtigste Social-Media-Network-Plattform.

Die ungestützte Frage nach den drei liebsten Apps führte insgesamt zu über 680 verschiedenen Ergebnissen. Während WhatsApp rund 1100 Mal genannt wird, vereint Spotify als zehnthäufigst erwähnte App bereits weniger als 100 Nennungen. Für die Studienverfasser zeigt dies, dass es selbst für grosse digitale Marken eine Herausforderung sei, bei den Nutzern verankert zu bleiben. «Gleichzeitig bieten sich Chancen für Nischenanbieter, die durch ihr relevantes Angebot bei den Konsumenten punkten können», schreibt die Y & R Group Switzerland. (sap)

 

 

 

 


Studie «Media Use Index»

Die Studie «Media Use Index» der Y & R Group Switzerland untersucht jährlich das Mediennutzungs- und Informationsverhalten der Schweizer Bevölkerung. Für den Quervergleich unterteilt die Studie die Online-Bevölkerung in drei Generationen: Digital Natives (14–29 Jahre), Digital Immigrants (30–54 Jahre) und Silver Surfer (55–69 Jahre). Die Studie wurde 2009 erstmals durchgeführt, 2018 erscheint sie in der zehnten Auflage.

Hierfür wurden in Zusammenarbeit mit Marketagent.com 2000 Personen zwischen 14 und 69 Jahren aus der Deutsch- und Westschweiz online zu ihrem Mediennutzungs- verhalten befragt. Die Stichprobe ist repräsentativ gemäss den offiziellen Strukturdaten der Schweiz.

www.media-use-index.ch

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