Inhaber von sieben alten Swisscom-Abos werden mit neuen Abopreisen konfrontiert. Bild: iStock
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Am 8. November werden bei Swisscom sieben bisherige Abos aus dem Angebot genommen. Der Wechsel auf die teureren Nachfolger passiert automatisch.

Es könnte sein, dass letztens auch in Ihrem Briefkasten ein Schreiben der Swisscom lag. Darin kündigte der Schweizer Mobilfunkanbieter an, per 8. November sieben Natel-Abos aus dem Sortiment zu nehmen. Der Wechsel für bestehende Kunden auf die neuen Nachfolge-Abos erfolgt automatisch. Diese sind mitunter deutlich teurer, als es ihre Vorgänger waren.

Neue Preise, neues Angebot

Das günstigste Abo, welches die Swisscom bisher anbot, hiess «Natel basic liberty» – Preis: 12 Franken. Neu wird das preiswerteste Swisscom-Abo «inOne mobile light» heissen und 35 Franken kosten. Ein Preisanstieg von satten 191 Prozent. Von 29 auf 65 Franken steigt die Monatsgebühr beim Wechsel von «liberty primo» zum Nachfolger «inOne mobile XS».

So gesehen ist der Preissprung gewaltig, aber Mandy Quaderer von der H. Quaderer Autoelektrik AG relativiert. Bei den betroffenen Abos handle es sich um Angebote, die teilweise schon seit 10 Jahren bestehen – zum selben Tarif. «Die Kündigung von älteren bestehenden Tarifen gibt es bei vielen Mobilfunkanbietern, das hängt meist mit neuen Rechnungs-/Aktivierungssystemen zusammen, welche die alten Tarife nicht mehr abbilden können», so Quaderer. Zudem sei ein direkter Vergleich der Abos gar nicht fair, denn das Angebot weiche massiv ab. Das «Natel basic liberty»-Abo war mit 12 Franken Grundgebühr zwar günstig, dafür war kaum etwas inklusive und die Zusatzleistungen für heutige Verhältnisse extrem teuer. Ein Beispiel: Für ein Megabyte Internet-Datennutzung mussten Nutzer 10 Franken bezahlen. Damit sind gerade einmal vier, fünf Bilder, die man per WhatsApp bekommt, geladen. Gratis telefonieren konnte man im Inland nur eine Stunde lang auf andere Geräte im Swisscom Mobilnetz, Anrufe auf das Netz eines anderen Dienstanbieters kosteten. Zusammengefasst: Das Angebot war günstig, dafür aber sehr überschaubar.

Der Nachfolger «inOne mobile light» kommt zwar um 191 Prozent teurer daher, dafür können unlimitiert Anrufe getätigt werden und 1,5 Gigabyte Daten genutzt werden. «Für jeden User, der ein Smartphone verwendet, sind die neuen Tarife meiner Meinung nach besser», sagte Quaderer.

Alternativen für «Wenig-Telefonierer»

Dennoch gibt es Nutzer, die kein Smartphone besitzen, kein Internet brauchen und nur wenig telefonieren. Für sie sind die Optionen bei Swisscom eingeschränkt. «Es besteht keine Möglichkeit, auf dem alten Tarif zu bleiben», erklärt Quaderer, der automatische Wechsel auf die Nachfolge-Abos sei unumgänglich. Als Alternative bringt er die Prepaid Card ins Spiel. Hierbei muss das Guthaben jeweils selbst wieder aufgeladen werden. «Ansonsten könnte der Kunde seine Nummer auch zu Salt portieren», so Quaderer. Denn da gäbe es Abos für «Wenig-Telefonierer» für knapp 10 Franken pro Monat. Bei einem Anbieterwechsel sei es grundsätzlich auch kein Problem, die eigene Nummer mitzunehmen.


Die betroffenen Abos:

Erwachsenen-Abos
«Natel swiss liberty» «Natel basic liberty» «Natel liberty primo» «Natel budget min» Jugend-Abos
«Natel xtra start»
Data-Abos
«Natel data flat»

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