Die Bevölkerung wird in Triesenberg nicht nur über einen WhatsApp-Nachrichtendienst informiert. Bilder: Daniel Schwendener
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Die Bevölkerung einbeziehen, um sie über das Gemeindegeschehen zu informieren und ihre Meinung abzuholen, ist Vorsteher Christoph Beck ein wichtiges Anliegen. Dafür nutzt die Gemeinde Triesenberg bewährte, aber auch moderne Kanäle.

Triesenberg hat gemeinsam mit der Bevölkerung ein neues Leitbild geschaffen. Der Slogan dazu lautet: «Triesenberg läba. erläba.» Massgebend für das Leitbild ist die Bevölkerung, die es mit Leben füllen und prägen soll. Vieles, das im Leitbild festgehalten wurde, hat laut Christoph Beck mit offenem und konstruktivem Dialog zu tun: «Die Kommunikation zwischen politischen Vertretern und der Bevölkerung im Rahmen einer ehrlichen Diskussionskultur», fügt der Vorsteher an. Seit seinem Amtsantritt sei es ihm ein besonderes Anliegen, die Bevölkerung möglichst frühzeitig in das Gemeindegeschehen einzubeziehen und sie umfassend über Projekte zu informieren.

Zu viele auf einmal? «Auf keinen Fall»

Die Kommunikation soll dabei aber nicht nur in die eine Richtung funktionieren: «Wer gut informiert ist, kann seine Meinung und seine Anregungen einbringen, damit wird auch das Fachwissen der Bevölkerung bei zukunftsweisenden Entscheidungen einbezogen, wie es das Leitbild fordert», erklärt Christoph Beck. Dafür seien unterschiedliche Kanäle notwendig. Bewährte und bestehende, wie der Gemeindekanal, der Dorfspiegel und die Homepage, genauso wie neu auch ein Whats­App-Newsletter, eine Facebook-Seite sowie ein Messenger-Nachrichtendienst und ein Youtube-Kanal. Zu viele auf einmal? «Auf keinen Fall», findet der Vorsteher. Er habe gelernt, dass derjenige, der eine Information herausgebe, auch dafür verantwortlich sei, das sie jeder bekomme. Mit der Einführung einer Fragerunde mit dem Vorsteher und der Einrichtung einer Facebook-Seite im Jahr 2015 habe die Gemeinde aktuelle Informationen auf eine andere Art zugänglich gemacht. «Je nach Thema konnten wir schon mehrere tausend Klicks auf unsere Inhalte auf Facebook verbuchen und auch die Fragerunde hat ihre treuen Stammkunden», erklärt der Vorsteher. Mit der Einführung eines Whatsapp- beziehungsweise Facebook-Messenger-Nachrichtendienstes konnte man weitere dazu gewinnen. «Seit September wurden diese von mehr als 250 Personen abonniert.» Der neueste Kanal startete vergangene Woche: «Der Youtube-Kanal bietet ergänzend zu den kurzen Informationen im öffentlichen Protokoll des Gemeinderats eine weitere Plattform an, sich über aktuelle Themen zu informieren», erklärt Christoph Beck. Die Beiträge können bequem zu Hause am Computer oder aber unterwegs mit dem Tablet oder dem Mobiltelefon angeschaut werden. Weitere Beiträge, wie das Interview zum Gemeindebudget 2018, sind quartalsweise oder aus aktuellem Anlass geplant. Bei den Kanälen gelte es zu berücksichtigen, dass diese nur langfristig akzeptiert würden, wenn sie auch regelmässig aktuelle und neue Informationen enthielten. «Da diese Pflege der Inhalte mit zusätzlichem Aufwand für die Verwaltung verbunden ist, erfolgt der Ausbau schrittweise.» Abgesehen vom grösseren Aufwand für das Contentmanagement würden für die Einrichtung und den Unterhalt der neuen Informationskanäle in den digitalen Medien für die Verwaltung nur geringe Kosten anfallen. Das sei ein grosser Vorteil.

Interview mit Christoph Beck Gemeindevorsteher Triesenberg

«Ich habe stets ein offenes Ohr»

Weshalb nutzt Triesenberg so viele, unterschiedliche Kommunikationskanäle?
Christoph Beck: Jeder soll die Möglichkeit bekommen, sich über das Gemeindegeschehen zu informieren, dort, wo es für ihn am einfachsten ist. Während bei der älteren Generation der Gemeindekanal oder der Dorfspiegel beliebt sind, finden andere den Whatsapp-Messenger toll, einige schau­en auf der Homepage nach oder besuchen die Facebook-Seite.

Was enthalten die neuesten Kanäle?
Auf der Facebook-Seite wird über Aktuelles, Interessantes, Wissenswertes und Spannendes aus der Walsergemeinde berichtet. Man findet Veranstaltungstipps, Hinweise und aktuelle Bilder aus der Gemeinde. Hier kann jeder direkt seine Kommentare, Fragen oder Bilder posten. Per WhatsApp und im Facebook-Messenger bekommt man zudem die neuesten Informationen aus der Gemeinde zugesandt. Auf dem Youtube-Kanal werden quartalsweise oder aus aktuellem Anlass Videos zu strategisch wichtigen Themen aus dem Gemeinderat veröffentlicht.

Mit welchem Ziel?
Ich wünsche mir eine offene und ehrliche Kommunikation und will die Bevölkerung informieren, sie über Projekte auf dem Laufenden halten und ihre Meinung dazu erfahren. Ich habe stets ein offenes Ohr: Nicht nur bei der Fragerunde, sondern bin auch gerne jederzeit für ein direktes Gespräch bereit. Der direkte Kontakt ist mir immer noch am liebsten und dürfte sogar noch öfters geschehen. Denn dadurch erfahre ich aus erster Hand, was die Triesenberger so beschäftigt.

 

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