WERBUNG

Mit der Digitalen Agenda will die liechtensteinische Regierung ihren Beitrag zur Digitalisierung leisten. Für Regierungschef-Stellvertreter und Wirtschaftsminister Daniel Risch ist dabei zentral, sich noch besser zu vernetzen.

Herr Risch, die Regierung verfolgt eine Digitale Agenda. Was wollen Sie damit erreichen?
Daniel Risch: Die Digitale Agenda ist eine zentrale Initiative, die sich die Regierung für die kommenden vier Jahre auf die Fahne und ins Regierungsprogramm geschrieben hat. Dabei geht es vor allem darum, die Rahmenbedingungen im Einflussbereich der Politik und der Verwaltung voranzutreiben. In meinem Ministerium geht es da konkret um den Glasfaserausbau, die Vernetzung mit der Wirtschaft – wie beispielsweise durch die neue Plattform «digital-liechtenstein» –, aber auch um intelligente Lösungen in der Mobilität und um Zukunftsideen, wie wir vom Smart Home über die Smart City vielleicht zum ersten Smart Country werden.

Welche Bereiche beinhaltet die Digitale Agenda?
Es wird in allen Ministerien unterschiedliche Projekte geben, die unter dem Dach der Digitalen Agenda vorangetrieben werden.

Welche Herausforderungen sehen Sie auf die heimischen Unternehmen zukommen? Liechtensteinische Unternehmer und die Wirtschaft haben bereits in der Vergangenheit Herausforderungen immer wieder gut gemeistert. Wichtig sind dabei die Wandlungsfähigkeit, eine grosse Portion Neugier sowie der Wille und die Fähigkeit, an der Spitze der Innovation zu stehen. Bei der Digitalisierung ist es nicht anders als bei anderen Veränderungen. Wir müssen darauf achten, dass wir miteinander kommunizieren, uns vernetzen und uns gemeinsam den Herausforderungen stellen. Schaffen wir das, dann steht es um die liechtensteinische Wirtschaft weiterhin sehr gut.

Welche Investitionen in die Infrastruktur sind nötig, um Liechtenstein fit für die Zukunft zu machen?
Wenn man über Investitionen in die Infrastruktur spricht, steht an erster Stelle meist der Glasfaserausbau oder das neue mobile Netz 5G. Diese Projekte bilden aber nur einen Teil der Investitionen. Ein anderer Teil, der aber noch viel wichtiger und grösser ist, sind die Services, welche über die neuen Infrastrukturen möglich werden. Das sind einerseits digitale Services von der Landesverwaltung oder der Regierung und andererseits die Services von privater Seite. In Zukunft wird es viel mehr um die Software und das Angebot als um die Hardware gehen.

Welche Chancen und Risiken sehen Sie angesichts der digitalen Transformation auf Liechtenstein zukommen?
Grundsätzlich sehe ich viel mehr Chancen. Wir sind ein innovatives Land mit innovativen Unternehmen, die handlungsfähig sind. Wir sind in der Lage, die Chancen zu nutzen. Aber natürlich gibt es auch Risiken. Deshalb ist eine enge Kommunikation und Vernetzung äusserst wichtig. Aus diesem Grund begrüsse ich es auch, wenn private Initiativen wie ligital.li ihren Teil dazu beitragen. (ags)

WERBUNG

Kommentieren Sie den Artikel

Geben Sie hier bitte Ihren Kommentar ein
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein