Auftaktveranstaltung digital-liechtenstein.li, COPYRIGHT: DANIEL SCHWENDENER
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Im Rahmen der Auftaktveranstaltung zu «digital-liechtenstein» haben wir den Kopf hinter «Digital Switzerland», Ringier-CEO Marc Walder, zu einem Kurzinterview getroffen. 

Herr Walder, was ist das für ein Gefühl, wenn das eigene Projekt plötzlich Kinder bekommt?
Marc Walder: Ich freue mich sehr. Das ist ja der Startschuss von digital-liechtenstein. Die Anzahl Leute, die Qualität der Leute und deren verschiedenste Hintergründe – das ist phänomenal. Das ist genau das, was es braucht. Ich hätte nicht erwartet, dass es einen solchen Schulterschluss zwischen den verschiedenen Bereichen gibt.

Weshalb glauben Sie, zieht das Thema die Menschen so an?
Man macht es ja nicht zur Gaudi, sondern weil es eine Notwendigkeit ist. Will man den Schweizer oder Liechtensteiner Standort auch noch in 10 oder 15 Jahren auf einer so guten Stufe haben oder sogar noch besser, so ist die Digitalisierung der absolute Schlüsselfaktor.

Derzeit ist die Initiative ja relativ breit aufgestellt. Das birgt allerdings gleichzeitig die Gefahr, dass wegen der Unkonkretheit viele Dinge verlaufen werden. Welche konkreten Schritte müssen Ihrer Meinung nach in naher Zukunft bei der Initiative passieren?
Es ist eigentlich wie immer im Leben: Pläne, Strategien, Zusammenschlüsse, Dokumente Präsentation – das ist alles ok. Das ist die geistige Arbeit, die man machen muss. Nachher geht es aber darum, all die einzelnen Projekte auf den Boden zu bringen. Ich gebe ihnen ein Beispiel. Wir haben den ersten Digitaltag in der Schweiz gemacht mit drei Bundesräten und hunderttausenden Besuchern. Mein Wunsch wäre es natürlich, dass Liechtenstein auch am Digitaltag mitmacht und so tausende Menschen mit der Digitalsierung in Kontakt kommen. Dann gehen sie nach Hause oder zur Arbeit und diskutieren mit der Familie oder den Kollegen darüber.

Das wäre dann ja bereits eine Zusammenarbeit zwischen Digital Switzerland und digital-liechtenstein. Eine solche streben sie ja bekanntlich an. Weshalb?
Ja, das ist richtig. Wir haben ein fantastisches Netzwerk mit den 90 grössten Unternehmen und Organisationen der Schweiz. Dazu haben wir unterdessen Erfahrung, was funktionieren kann und was nicht. Davon kann Liechtenstein profitieren. Ausserdem kann man gerade auf wirtschaftlicher Seite von Verlinkungen profitieren. Plötzlich sitzen sich zwei gegenüber, welche sich vorher nicht kannten und plötzlich neue Ideen entwickeln. Sie sehen, von einer Partnerschaft würden beide Seiten extrem profitieren.

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