Roland Wicki, CEO (links) und Bernhard Steiner, CIO, wollen die Chance der Digitalisierung für eine bessere Performance nutzen.
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Die Digitalisierung verändert praktisch alle Wirtschaftssektoren dramatisch und im Eiltempo. So auch die Vermögensverwaltung. Fintech, Robo-Advice, künstliche Intelligenz, selbstlernende Systeme und Crypto-Währungen sind nur einige Schlagwörter, welche gesellschaftlich und medial breitgeschlagen werden. Liechtenstein fördert die Ansiedlung von Tech-affinen Firmen durch eine liberale Gesetzgebung und Regulierung. Unter dem Patronat der Regierung Liechtensteins fand im September die alljährlich FinTech-Konferenz statt.

Frühe Weichenstellung

Während viele Vermögensverwalter das Thema Fintech erst entdecken, hat die ArcInvest AG bereits vor Jahren die Weichenstellung in diese Richtung vollzogen. ArcInvest AG ist eine in Vaduz ansässige Vermögensverwaltung, welche sich auf das Verwalten von Anlagefonds spezialisiert hat. Der Geschäftsführer von ArcInvest AG, Roland Wicki und Bernhard Steiner, Chef Anlagestrategien, sind stolz auf diese Weichenstellung. «Es war uns strategisch früh bewusst, dass wir uns mit Computer-basiertem Investieren von den meisten Mitbewerbern differenzieren können. Unser Ziel ist und war es, als aktive Fondsmanager langfristig Mehrwert für unsere Kunden zu generieren. Wir wollen unser Geld wert sein. Nach einer langen Testphase haben wir 2015 den ersten Anlagefonds mit Fokus Schweizer Aktien auf unsere vollsystematischen und trendbasierten Modelle umgestellt», erklärt Wicki und fährt weiter: «Sowohl die Titelselektion als auch das Markttiming wird seit diesem Zeitpunkt emotionslos mithilfe von Algorithmen generiert.» Die spürbare Zuversicht der beiden Herren scheint begründet: Per Ende September dieses Jahres erklomm der systematisch verwaltete Anlagefonds auf der Fondsvergleichsplattform E-Fund-Research.com den ersten Platz in der Kategorie «mixed assets». Gemessen wurden die Renditeentwicklung von 102 Anlagefonds über mehrere Jahre. «Solche Spitzenplatzierungen bestätigen uns in unserem Schaffen. Damit steigt das Vertrauen und die Akzeptanz von privaten und institutionellen Investoren in unsere Computer-basierten Handelsmodelle» resümiert Wicki. Doch worauf ist dieser Erfolg zurückzuführen? Bernhard Steiner schmunzelt und bringt es auf den Punkt: «Unsere Modelle erzielen auf zwei Wegen Mehrwert für unsere Kunden. Der erste Faktor ist die Titelselektion. Wir, respektive unsere Modelle, steuern das Kapital breit diversifiziert in trendstarke Aktien. Somit umgehen wir die unter diskretionären Managern gefürchtete Value-Falle: Vermeintliche günstige Titel dümpeln vor sich hin und bringen keinen Mehrwert. Wir allozieren systematisch dort, wo die Musik im Markt spielt. Der zweite und eben so wichtige Faktor ist unser Marktmodell. Es steuert die Aktienquote in einer Bandbreite zwischen null und hundert Prozent. Dank dieser Steuerung ist es uns gelungen, im letzten Jahr den Schweizer Aktienindex SMI um knapp 12 Prozent zu übertreffen. Während der SMI 2016 minus 6,7 Prozent rentierte, erzielte unser Fonds einen Wertzuwachs von plus 5 Prozent nach Kosten. Auch dieses Jahr sind wir gut unterwegs. Per Ende Oktober verbuchte unser Fonds eine Wertsteigerung von plus 21,8 Prozent, währenddem der SMI bei einem Plus von 12,4 Prozent liegt.»

Erfolgreicher Standort

Wie zufrieden sind die Herren Wicki und Steiner mit dem Standort Liechtenstein? «Wir fühlen uns seit jeher sehr wohl hier. Das Zusammenspiel mit unseren externen Stakeholdern – allen voran der Finanzmarktaufsicht, den Behörden, unseren Bankpartnern und den Fondsleitungen – klappt sehr gut. Die Leute sind gut ausgebildet und motiviert. Service und Qualität sind hier fest verankert. Neue Fondsprojekte können so deutlich speditiver und kostengünstiger umgesetzt werden als beispielsweise in der Schweiz oder Luxembourg. Auch der Verein unabhängiger Vermögensverwalter hilft uns mit Know-how in organisatorischen und regulatorischen Belangen. Er vetritt unsere Interessen gegenüber verschiedenen Anspruchsgruppen», resümiert Steiner. «Die Nähe zur Schweiz und somit auch die sprachliche Homogenität schätzen wir genauso wie das Tor zu den europäischen Märkten, welches uns regulatorisch offensteht. Wir wollen uns weiter etablieren und planen fest mit dem Standort Liechtensein», fügt Wicki mit einem Lächeln hinzu.

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