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Das Vaduzer Medienhaus will die Digitalisierung mitgestalten. In seinem Kommentar erklärt der Geschäftsführer des grössten Medienhauses in Liechtenstein, wie man das erreichen will und was die Medienhäusler alles vorhaben.

Welche Branche wurde zuerst von der Digitalisierung erfasst? Die Schreibmaschinen-Industrie? Die Analog-Fotografie? Die Gilde der Zählrahmen-Hersteller? Die Post? In der digitalen Neuzeit bekommt Mitte der 1990er die Musikindustrie als erstes ernsthafte Probleme: Sie wird durch das digitale Musikformat MP3 und die aufkommenden illegalen Online-Tauschbörsen wie Napster, Kazaa, eMule, Audiogalaxy und viele weitere in arge Bedrängis gebracht. Niemand muss fortan mehr CDs kaufen. Die Branche und ihr Geschäftsmodell geraten ins Wanken. Es braucht schliesslich fast zwanzig Jahre, bis die Musikindustrie wieder etwas Tritt fasst und durch Streaming-Dienste wie AppleMusic und Spotify neue Angebote für die Endkonsumenten entstehen, die an die Qualität und den Komfort der illegalen Tauschbörsen heranreichen.

Zweite Disruptions-Welle

Dümmer als die Musikmanager agierten nur noch die Zeitungen: Sie brauchten nicht mal die kriminelle Energie der User, sondern stellten von Beginn weg gleich selbst alles gratis ins Netz. Ende der 2000er-Jahre wurde offensichtlich, dass die Medienbranche der zweite grosse Sektor ist, der sich aufgrund der Digitalisierung warm anziehen muss: Seither suchen die grossen und kleinen Verlage nach neuen Geschäftsmodellen. «Vom Zeitungsverlag zum Medienhaus» lautet der Titel des 2015 erschienenen Buches von Thomas Breyer-Mayländer, Professor für Medienmanagement. «Immer mehr Unternehmen verabschieden sich vom Begriff «Verlag» und wählen das Etikett «Medienhaus», schreibt Breyer-Mayländer, um zu betonen, dass es Teil des unternehmerischen Selbstverständnisses eines «Medienhauses» ist, mehr als nur Verlagsprodukte in gedruckter Form anzubieten.

Unsere Strategie

Unser Unternehmen heisst bereits seit 2003 «Vaduzer Medienhaus AG», insofern ist den Gründungsvätern zur visionären Namenswahl zu gratulieren: zwölf Jahre der Zeit voraus! Die Herausforderung dieser Tage ist es, dass auch die publizistische und ökonomische Ausrichtung dem Namen gerecht wird. Gleich mehrere Kräfte wirken hierbei:

· Hardware: stetig neue Trägermedien wie Smartphone, Tablets, Phablets, Wearables
· Software: schnelle technologische Entwicklungen, neue Frameworks, neue Plattformen
· Informationsflut und Demokratisierung des Journalismus’ durch soziale Netzwerke, Blogs und damit einhergehend Verlust der Gatekeeper-Funktion
· niedrige Eintrittshürden: permanent neue lokale oder globaler Mitbewerber im Werbe- und Nutzermarkt.

Um für diese Aufgaben gerüstet zu sein, haben Verwaltungsrat und Geschäftsleitung die Strategie und Mission des Vaduzer Medienhauses neu formuliert und gefestigt: Wir wollen alle Personen in Liechtenstein und der Region erreichen und mehrmals täglich mit ihnen in Kontakt stehen. Dies erreichen wir mit Produkten und Dienstleistungen in den Kanälen Digital, Print, Out-of-Home und Events. Dadurch schaffen wir Orientierung. Wir begleiten unsere Nutzer orts- und zeitunabhängig mit hochwertigen, aktuellen und unterhaltsamen Inhalten und Medienprodukten und bieten attraktive Plattformen, die Aufmerksamkeit verschaffen. Ran an die Umsetzung Daraus sind im vergangenen Jahr mehrere neue digitale ­Produkte und Dienstleistungen für den Werbe- und Nutzermarkt entstanden:  Mit dem regionalen Online-Marktplatz Hierbeimir.li bieten wir eine einzigartige ­Shopping-Plattform, die es jedem lokalen Geschäft ermöglicht, schnell und einfach einen ­Online-Shop aufzubauen. So ­stärken wir das heimische ­Gewerbe und gehen gemeinsam in die digitale Zukunft. Das ­Stellenportal Liechtensteinjobs.li wurde auf Anhieb die erste ­Adresse für Arbeitgeber und ­Stellensuchende. Der «Vaterland» Whats-App-Newsservice ist ­Garant dafür, dass man per Push-Nachricht über das Wichtigste aus Liechtenstein und der Region auf dem Laufenden bleibt. Mit dem Liveticker aus den Landtagssitzungen hat unsere Redaktion gezeigt, dass durch innovative ­digitale Formate die traditionelle Berichterstattung ergänzt und aufgewertet werden kann. Das jüngste Ergebnis ist nun ligital: Mit der Plattform ligital.li, dem gleichnamigen Event und ­regelmässigen Newspapers ­zeigen wir, wie Liechtenstein ­digital lebt und greifen Themen und Ereignisse rund um die ­Digitalisierung in der Region auf. Zielgruppen sind Konsumenten, Tech-­Interessierte, Unternehmen und Entscheider gleichermassen. Denn die Digitalisierung betrifft alle.

Vermutlich war es 1914 eine sehr gewagte Idee, mit den ­«Oberrheinischen Nachrichten», Vorgänger des «Liechtensteiner Vaterlands», eine weitere Lokalzeitung für das arme und kleine Liechtenstein zu gründen. Doch genau dieser Pioniergeist hält wieder Einzug ins Medienhaus. Wir freuen uns, Sie auf diese Reise der digitalen Transformation ­mitzunehmen!

Daniel Bargetze, Geschäftsführer der Vaduzer Medienhaus AG

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